Archiv

2019

ver.diente Weihnachten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir als Gewerkschafter schauen auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Wir haben das Ausbluten unseres Tarifvertrages verhindert, da die Gefahr des gemeinsamen Betriebes vom Tisch ist. Der Irrglaube des Arbeitgebers, eine Billiglohntochter zu gründen um Tarifflucht aus dem Haustarifvertrag zu begehen, ist nicht aufgegangen. Gute Arbeit kostet nun einmal Geld, denn nur wer ordentlich verdient, wird auch gut motiviert seine Arbeit verrichten.

Der Lohn wird im kommenden Jahr in der tariflichen Arbeit eine große Rolle spielen, denn es wird Tarifverhandlungen zu den Entgelttabellen geben. Diese sind wichtig, nicht nur für die langjährig Beschäftigten. Gerade die jungen Beschäftigten können nicht mehr von einem sehr guten Verdienst bei der Deutschen Post sprechen. Er ist nur noch Mittelmaß in der Region und es ist daher wichtig, alle Kolleg*innen für die Gehaltsrunde zu motivieren. Hier sollte es egal sein, ob man erst ein Jahr oder schon 30 Jahre beschäftigt ist, ob man schon immer bei der Post arbeitet oder von der DHL Delivery kommt. Wir haben jetzt Alle die gleichen Tarifverträge, u.a. auch den Entgelttarifvertrag, um den es ja im kommenden Jahr geht. Wir stehen wieder zusammen im Arbeitskampf Seit´ an Seit´. Es gibt kein Ausspielen der Tarifverträge der DP AG und der Speditions- und Logistiktarifverträge.

WIR SIND WIEDER WIR!

Seit Oktober dieses Jahres gibt es 2,1 Prozent mehr Lohn bzw. als Alternative 42,19 Stunden Entlastungszeit (Teilzeitkräfte anteilsmäßig). Dies ist die zweite Lohnerhöhung aus der Entgelttarifrunde von 2018. Damals gab es im Oktober 3 Prozent mehr Lohn bzw. als Alternative 60,27 Stunden Entlastungszeit (Teilzeitkräfte anteilsmäßig). Damit könnt ihr nun bis zu 102,46 Stunden Entlastungszeit nehmen, was fast drei Wochen zusätzlich frei zum Urlaub wären. Und für alle Nicht-Gewerkschaftsmitglieder, die unsere Lohnerhöhungen für lächerlich halten, bleibt zu sagen, dass es seit 2002 weit über 40 Prozent mehr Geld in der Lohntüte gab.

Aus diesem Grund gibt es seit September in der Betriebsgruppe die Kampagne „VER.DI – WIR MACHEN TARIFVERTRÄGE“. Wir wollen damit verdeutlichen, dass Kündigungsschutz, Ausschluss von Fremdvergabe, Altersteilzeit, Entlastungszeit und kräftige Lohnerhöhungen in den letzten Jahrzehnten keine Geschenke des Himmels waren, sondern hart von euch erkämpft werden mussten. Damit das so bleibt ist es wichtig, dass wir zusammenstehen und unsere Zukunft gemeinsam gestalten.

Jetzt heißt es aber erst einmal zusammenstehen im Starkverkehr. Von euch wird wieder alles abverlangt, damit Pakete und Briefe unter den Gabentisch kommen können. Aber mehr wie arbeiten könnt ihr nicht, gebt Acht auf euch, nutzt eure Rechte, die euch vor Überlastung schützen. Denn auch ihr sollt mit euren Familien gesund die Feiertage verbringen.

Ich wünsche euch im Namen des ver.di – Betriebsgruppenvorstandes ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches neues Jahr 2020.

 

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Stefan Dehmel

Betriebsgruppenvorsitzender

Aktion Grenzgänger 

Am Nachmittag des 23. und am Morgen des 25. Oktober fanden wieder Aktionen für ausländische Arbeitnehmer vor dem Paketzentrum in Ottendorf-Okrilla statt. Die ver.di-Betriebsgruppe der Niederlassung Brief Dresden und die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen errichteten vor den Toren der Arbeitsstätte einen Informationsstand. Wir klärten die Grenzgänger zum Arbeits- und Sozialrecht in Deutschland auf. Ebenso erläuterten wir, wie die Mitbestimmung in unserem Betrieb organisiert ist und stellten somit die Gewerkschaft ver.di vor. Die Beschäftigten aus den Grenzgebieten waren wieder daran sehr interessiert. Wir werden diesen Kontakt aufrechterhalten.

Bilder: ver.di BeG Brief Dresden / Archiv

 

Nachunternehmerhaftung für Paketdienste beschlossen!

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das am heutigen Donnerstag (24.10.) im Bundestag beschlossene Gesetz zur Nachunternehmerhaftung für die Paketbranche. „Die unhaltbaren Zustände in der Branche schreien nach politischem Handeln. Das Gesetz zur Nachunternehmerhaftung für die Sozialversicherungsbeiträge nimmt Unternehmen, die Arbeit auslagern, in die Verantwortung. Das ist richtig, und es muss mit Kontrollen gegen Ausbeutung in der Branche vorgegangen werden “, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

Der Arbeitsmarkt in der seit etlichen Jahren robust wachsenden Paketbranche ist zweigeteilt. Es gibt zum einen tariflich und sozial geschützte Arbeitsplätze. Zum anderen wird mit Sub- und Subsubunternehmern gearbeitet. Hier sind die Arbeitsbedingungen vielfach prekär oder gar katastrophal. Ausweislich der Razzien der Finanzkontrolle Schwarzarbeit wird systematisch gegen das Arbeitszeitgesetz, das Mindestlohngesetz und Sozialversicherungsrecht verstoßen. Vielfach wird mit Beschäftigten aus Osteuropa gearbeitet, die ihre Rechte nicht kennen oder sie aus Angst vor einem Arbeitsplatzverlust nicht einfordern. Die Beschäftigten der Paketdienste erbringen mit ihrer Arbeit eine wichtige Infrastrukturleistung für die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft. Das nun beschlossene Gesetz hilft, die sozialen Verwerfungen in der Branche einzudämmen.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag ist eine seit längerem von ver.di erhobene Forderung umgesetzt. Bereits im März hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigt, ein solches Gesetz zum Schutz der Beschäftigten in der Paketbranche auf den Weg zu bringen.

Quelle: verdi.de

 

Videos aus der Betriebsversammlung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit Jahren dreht die Betriebsgruppe Videos für die Betriebsversammlung.

Diesmal widmen wir uns dem Thema, das alle großen Vorhaben und Investitionen, so schnell wie sie gekommen sind auch wieder verschwinden. So wird nun aus PeP auch PuP (s).

Der andere Film beschäftigten sich mit der “tollen” IBIS Bemessung. Hier tritt wieder die Ullibande in Aktion.

Alle Filme sind zu sehen, auch die der vergangen Jahre, unter der Rubrik Media -> Videos

https://verdipostdresden.de/mediathek/

 

Vertrauensleutetreffen 

Am 15.-16.09.2019 fand in Eibenstock das Vertrauensleutetreffen des Bezirksfachbereichs 10 SWOS statt. Rund 90 Vertrauensleute aus der Deutschen Post und der Logistik und Speditionsbranche trafen sich. Es war in aller erster Linie eine Danksagung für ihre Arbeit aus Vertrauensperson. Es gab Vorträge von Dr. Judith Kerschbaumer (ver.di Rentenexpertin) und Stefan Thyroke (Bundesfachgruppenleiter der Fachgruppe Speditionen, Logistik und Kurier-, Express-, Paketdienste). Ein reger Austausch zwischen den verschiedenen Betriebsgruppen und Betrieben fand auch statt.

 

Betriebsversammlung

Informativ für euch
Am 30. September findet wieder unsere jährliche Betriebsversammlung in Hoyerswerda statt. Wie in jedem Jahr möchte die ver.di-Fraktion des BR-Gremiums diese sehr informativ, aber auch unterhaltsam gestalten, umso viele Kolleginnen und Kollegen wie möglich anzusprechen. Zum ersten Mal werden nun auch die zur Post übergeleiteten Beschäftigten der DHL Delivery Dresden GmbH teilnehmen. Diese sind ja seit 1. Juli 2019 in unsere Niederlassung beigetreten und aus diesem Grund werden die Verschmelzung und die dazugehörigen Tarifverhandlungen auch Thema der Veranstaltung sein. Der Betriebsratsvorsitzende wird alle weiteren Neuigkeiten mitteilen und auch die Entwicklung jeder einzelnen Abteilung vorstellen. Personalentwicklung, Zeitkonten und Einhaltung der BV Arbeitszeit sind genauso Thema, wie der momentane Verhandlungsstand der zu erarbeitenden neuen Betriebsvereinbarungen oder die Nennung der Problemgebiete die sich gerade in der Niederlassung auftun.
Der Betriebsgruppenvorsitzende wird in einem Grußwort die Arbeit der Betriebsgruppe vorstellen. Als Gastredner ist Stephan Teuscher eingeladen. Er war Verhandlungsführer der Tarifverhandlungen im Frühjahr diesen Jahres. Er wird nochmal auf die Tarifverhandlungen und auf deren Entwicklungsschritte eingehen. Nach dem Mittag sind dann eure Fragen dran. Wir hoffen, dass wir alle  beantworten und viel Aufklärung leisten können.
Die Gewerkschaft ver.di wird einen Stand im Foyer des Hauses haben, wo wir uns wieder etwas einfallen lassen wollen. Dieser steht dieses mal unter dem Motto: WIR MACHEN TARIFVERTRÄGE!
Es wird auch einen Unterhaltungsbeitrag in Form eines Filmes wie jedes Jahr geben, um die Betriebsversammlung etwas aufzulockern. Dieser wird ebenfalls immer von der ver.di Betriebsgruppe gestaltet.

Wichtigkeit der Betriebsversammlung
Die Betriebsversammlung wird vom Betriebsrat der Niederlassung Betrieb Dresden einberufen. Zwei Inhalte sind festgeschrieben, zum einen der Tätigkeitsbericht des Betriebsrats und zum anderen der Jahresbericht des Arbeitgebers.
Die Betriebsversammlung muss stattfinden (wenn ein BR vorhanden) um die Beschäftigten zu informieren und Rechenschaft abzulegen. Was so juristisch klingt, ist aber auf der anderen Seite nicht nur euer Recht, sondern auch eure Möglichkeit euch Informationen zu holen. Nur wenn man aufgeklärt ist, kann man die richtige Sicht und das Maß für die tägliche Arbeit finden. Man weiß dann, warum die Dinge so sind wie sie sind oder auch gerade nicht sind. Arbeitsbelastung, Überlastung, Arbeitszeit, Abbaupfade, Überzeit, Mitspracherechte sind alles Themen, die euch tagtäglich begleiten oder beschäftigen. Zur Betriebsversammlung bekommt ihr zu vielen Dingen eine Antwort. Die Kolleginnen und Kollegen sind hierfür freizustellen. Jeder Beschäftigte hat das Recht daran teilzunehmen. Es darf von Seiten des Arbeitgebers niemand daran gehindert oder sanktioniert werden. Das ist klar rechtlich geregelt.

Organisatorisches
Also liebe Kolleginnen und Kollegen, meldet euch an, nehmt euer Recht war und holt euch eure Informationen. Da dies besonders wichtig ist, sprecht eure Kolleginnen und Kollegen an und motiviert sie, daran teilzunehmen. Der Betriebsrat hat im Übrigen wieder Busse bereitgestellt. Der Fahrplan hängt an eurer Einladung die der BR versendet mit dran. Meldet bitte euren passenden Bus bei der Teilnahmezusage. Fahrkosten mit dem PKW werden nur bis zur nächstgelegenen Bushaltestelle (Sonderfahrten zur Betriebsversammlung) berücksichtig. Wenn es dazu Fragen gibt, könnt ihr gerne euren BR anrufen.
Es ist wieder ein Mittagsimbiss eingeplant. Beginn der Veranstaltung ist 09:30 Uhr und endet zirka 15:00 Uhr.
KOMM MIT – NEHME DEIN RECHT WAR, ES IST DEINE BETRIEBSVERSAMMLUNG!

Ab Oktober mehr in der Lohntüte

Ab 1. Oktober diesen Jahres gibt es 2,1 % mehr Lohn. Diese Lohnsteigerung und die von 2018 (3%) wurden in den Entgelttarifverhandlungen 2018 für euch durchgesetzt. Alternativ könnt ihr auch dieses Mal wieder Entlastungszeit nehmen. Bei einer Vollzeitkraft beträgt diese 42,19 Stunden*. Mit der Entlastungszeit von 2018 (60,27 Stunden*) kann man somit 102,46 Stunden* zusätzlich Freizeit nehmen.

Diese Tarifergebnis ist nur möglich gewesen, weil wir ver.di-Mitglieder gut organsiert sind. Seit 2002 gab es über 40 % mehr Lohn. Damit dies so bleibt, ist es wichtig in ver.di zu sein. Also überzeugt eure Kolleginnen und Kollegen in die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft einzutreten, damit diese Erfolgsgeschichte die nächsten Jahre so weiter gehen kann.

bei Teilzeitkräften anteilsmäßig

 

Werktägliche Zustellung muss bleiben – ver.di warnt vor Arbeitsplatzabbau und Qualitätsverlust

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) spricht sich gegen eine Verringerung der gesetzlich festgeschriebenen Zustelltage von sechs auf fünf in der Woche aus und warnt vor Arbeitsplatzabbau.
„Die Zustellung von Briefen und Paketen an die Haustür an sechs Tagen in der Woche ist ein Kernelement einer qualitativ hochwertigen Postversorgung in Stadt und Land. Daran darf nicht gerüttelt werden. Wenn die Zustelltage reduziert werden, dann sind bei der Deutschen Post AG mindestens 10 000 tariflich und sozial geschützte Arbeitsplätze in der Zustellung und in den Briefzentren bedroht. Das kann dem Bundeswirtschaftsminister nicht egal sein“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.
Das gestern (1. August 2019) vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Eckpunktepapier zur Reform des Postgesetzes sieht eine entsprechende Überprüfung der Zustelltage vor. Bei der Neugestaltung des Postrechtes müssten die grundgesetzlich verankerte Gewährleistung einer flächendeckenden Postversorgung und die Sicherung von sozial und tariflich geschützten Arbeitsplätzen im Vordergrund stehen, so ver.di. Angesichts der sozialen Verwerfungen in der Paketbranche sei unter anderem eine Erweiterung der bislang auf Briefdienstleistungen beschränkten Lizenzpflicht um die Paketdienstleistungen sinnvoll.

Quelle: verdi.de

 

Bald ist es so weit

Am 1. Juli 2019 wird die DHL Delivery Dresden GmbH mit der NL BRIEF Dresden der Deutschen Post AG verschmolzen. Wir sind ab diesem Zeitpunkt wieder vereint und arbeiten gemeinsam unter dem Mantel- und Entgelttarifvertrag der Deutschen Post AG. Außerdem gelten alle weiteren Tarifverträge der Mutter. Die Tochter und somit der unternehmerische Irrweg von 2015 ist somit Geschichte. Wir können gemeinsam in Zukunft unseren Haustarifvertrag gewerkschaftlich gestalten, ohne das wir uns gegenseitig ausspielen müssen. WIR sind wieder WIR. Gemeinsam stark in sozialen und entgelttariflichen Auseinandersetzungen. Dies ist ein großer Erfolg für alle Beschäftigten.

 

Aktion für ausländische Beschäftigte vor dem Paketzentrum

Am 21. und 28. Mai fand eine Aktion für ausländische Arbeitnehmer vor dem Paketzentrum in Ottendorf-Okrilla statt. Die ver.di-Betriebsgruppe der Niederlassung Brief Dresden und die Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen errichteten vor den Toren der Arbeitsstätte einen Informationsstand. Da in dem Paketzentrum zirka 75 Prozent tschechische und polnische Beschäftigte arbeiten, sprachen wir diese an und erklärten ihnen Wichtiges zum Arbeits- und Sozialrecht in Deutschland. Ebenso erläuterten wir, wie die Mitbestimmung in unserem Betrieb organisiert ist und stellten somit die Gewerkschaft ver.di vor. Die Beschäftigten aus den Grenzgebieten waren daran sehr interessiert, da für sie die rechtlichen Rahmenbedingungen bisher so nicht bekannt waren und auch das ver.di bei der Deutschen Post die Gewerkschaft ist. Fazit: Wir werden diese Aktionen ausbauen um eine Kontinuität in der Kontaktpflege zu erreichen, um tschechische und polnische Gewerkschaftsmitglieder zu gewinnen, Vertrauensleutewahlen mit ihnen stattfinden zu lassen und somit die Mitbestimmung im Paketzentrum zu stärken.

>>> babs.sachsen.de

>>> sachsen.dgb.de/cross-border-workers

 

Der Wechsel lohn sich

Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen, tagtäglich machst du eine sehr gute Arbeit bei der Post und gibst dein Bestes. Dafür bekommst du einen guten Lohn und dein Job ist für die nächsten Jahre sicher. Niemand wurde in den letzten Jahren betriebsbedingt gekündigt. Aber warum ist das so? Weil bei der Deutschen Post weit über 60 Prozent der Beschäftigten in der Gewerkschaft ver.di sind. Durch diesen guten Organisationsgrad, und der Willensstärke der ver.di-Mitglieder, konnten wir zum Beispiel seit 2003 37 Prozent mehr Lohn aushandeln und unsere Jobs bis 2022 sichern. Alles erkämpft durch ver.di. Auch die Entlastungszeit, die Altersteilzeit und die Betriebsrente sind Tarifverträge von ver.di. Also entscheide dich für die richtige Seite und trage am Erfolg von ver.di bei der Deutschen Post bei. Wechsel die Gewerkschaft und werde ver.di-Mitglied.

Wer jetzt von der DPVKOM zu ver.di wechselt, zahlt trotzt Kündigungsfrist keinen doppelten Beitrag (Differenz möglich), weil ver.di ihn übernimmt.

Wenn ihr jemanden kennt oder selber zu ver.di wechseln wollte, dann nehmt bitte Kontakt mit uns auf (begdd@gmx.de) und wir melden uns dann zurück.

 

Der neue Anlaufpunkt für dich

Hast du Fragen zum aktuellen Tarifabschluss, zu anderen bestehenden Tarifverträgen oder einfachen zu Problemen in deinem Betrieb? Dann komme doch im ver.di – Treff vorbei. Der neue Anlaufpunkt bei ver.di auf der Cottaer Straße 4 in 01159 Dresden. Jeden Mittwoch zwischen 17 und 20 Uhr sind wir in der 1. Etage (beim Landesfachbereich) für dich da. Der ver.di – Treff soll zusätzliche zu den bestehenden Ansprechpartner (ver.di – Sekretäre, Betriebsräte oder Vertrauensleute vor Ort) dienen. Es sind die Betriebsgruppenvorsitzenden von der ver.di – BeG NL Brief Dresden und der ver.di BeG DHL Delivery Dresden GmbH oder deren Vertreter da, um deine Fragen zu beantworten.

KOMME EINFACH VORBEI !

Beim …

Aktionstage vor den Zustellbasen

Seit März diesen Jahres werden vor den Zustellbasen (ZB) in der Niederlassung Aktionstage veranstaltet. Unter dem Motte “Mach mal Pause!” begrüßten wir in den ZBn die Kolleginnen und Kollegen mit einem Frühstück. Aber in dieser Kampagne geht es um viel mehr. Es geht auf der einen Seite darum Fragen zum neuen Tarifvertrag zu beantworten und auf der anderen Seite um die Aufklärung, dass WIR, also ver.di, die Tarifverträge mit der Deutschen Post AG abschließen. Andere Gewerkschaften, wie die DPVKOM zeichnen nur unsere erkämpften und abgeschlossenen Tarifvertrag nach und verkaufen es als ihren Erfolg. Die Aktionstage finden mit der ver.di Betriebsgruppe DHL Delivery GmbH statt. Dies ist wichtig, da die Fragen zum neuen Tarifvertrag durch die Verschmelzung der Regionalgesellschaften mit der Post AG, sich besonders in den ZBn (Depots) stellen. Die nächsten Veranstaltungen finden wie folgt statt:

  • MechZB / Depot 09 – Marie-Curie- Str. 14, in Dresden 25.06.2019, 15 – 18 Uhr
  • ZB 02 / Depot 07 – Alttorna 5, in Dresden 26.06.2019, 7 – 9 Uhr
  • ZB 11 / Depot 12 – Am Gleis 10, in Cottbus 27.06.2019, 8 – 10 Uhr

Vertrauensleutetagungen waren ein Erfolg

Im April und Mai diesen Jahres fanden wieder in Bautzen, Cottbus und Radeberg Vertrauensleutetagungen statt. Alle Veranstaltungen waren gut besucht. In Radeberg mussten sogar noch Tische reingetragen werden, weil mehr Leute kamen wie angemeldet waren. Aber wir konnten noch schnell improvisieren, so dass jeder sein Platz bekam und auch ein Abendessen.

In den Tagungen wurde der neu abgeschlossene Tarifvertrag vorgestellt und wie sich die Zeit von 2015 bis zu dem Abschluss im April 2019 gestaltete. Die Inhalte des TV wurden noch mal erörtert, wie der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und Änderungskündigungen bis Ende 2022 und der Ausschluss der Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung bis 31.12.2020. Wir können auf dieses Ergebnis stolz sein, dass die DHL Delivery GmbH´s wieder mit der Post AG verschmolzen werden. Es wird ab 01. Juli wieder unter einem Tarifvertrag gearbeitet, dem Haustarifvertrag der Deutschen Post AG. Das Ausbluten unseres TV wurde gestoppt. Wir haben für die nächsten Jahre wieder sichere Jobs.

Ein zweites großes Thema war die Arbeitszeit. Die rechtlichen Grundlagen des Arbeitszeitgesetzes, des Tarifvertrages und der Betriebsvereinbarungen in unserer Niederlassung. Speziell wurde noch mal auf die BV Arbeitszeit in der Zustellung eingegangen. Abbruchrecht, Abbruchpflicht, Schwankungsbreite, Nulllinien und Abbaupfade. Hier gab es viele Fragen, die beantwortetet wurden

Zum Abschluss fand eine rege Diskussionsrunde statt.

Wir fanden die Veranstaltungen erfolgreich und freuen uns auf die nächsten Tagungen im Herbst.

 

 

WIR WERDEN WIEDER EIN BETRIEB MIT EINEM TARIFVERTRAG

ver.di und Deutsche Post AG einigen sich auf Überleitung der Beschäftigten der Regionalgesellschaften in die Tarifverträge der Deutschen Post AG – Kündigungsschutz bis 2022 verlängert
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Deutsche Post AG haben eine Tarifeinigung zur Überleitung der rund 13.000 Beschäftigten der im Jahre 2015 gegründeten Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbHs) in die Haustarifverträge der Deutschen Post AG erzielt. Die Überleitung soll zum 1. Juli 2019 erfolgen. Überdies wurden die Schutzverträge bei der Deutschen Post AG zum Ausschluss vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2022 und der Schutz vor Fremdvergabe bis Ende 2020 verlängert. „Jetzt gibt es wieder eine Belegschaft bei der Deutschen Post AG. Der Irrweg zweier Gesellschaften ist damit beendet. Darüber sind wir sehr froh“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. „Künftig gilt wieder: ein Betrieb, ein Tarifvertrag.“
Da sich die für die Regionalgesellschaften geltenden Flächentarifverträge strukturell unterscheiden und zum Teil deutlich unter den Entgelten der Deutschen Post AG liegen, wurden spezielle Überleitungsregelungen vereinbart. Die Überleitung führt in der Regel unmittelbar zu einem Plus im Tarifentgelt. Für die Beschäftigten aus Baden-Württemberg und Bayern wird durch die Überleitungsregelungen sichergestellt, dass kein Beschäftigter weniger Tarifentgelt als bisher erhält. Der bestehende Entgelttarifvertrag der Deutschen Post AG wird zum 1. Juli für alle über-geleiten Beschäftigten und für neue Arbeitsverhältnisse verändert; künftig werden die Zeiten zum Aufstieg in die nächste Erfahrungsstufe, die mit einem monatlichen Entgeltzuwachs von in der Regel 75 Euro verbunden ist, von derzeit 24 auf 36 bis 48 Monate verlängert. Die Tarifverträge zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und Änderungskündigungen werden um 36 Monate bis 31. Dezember 2022 verlängert. Der Schutz vor der Fremdvergabe von Bezirken in der Brief- und Verbundzustellung sowie die Regelungen zum Erhalt des posteigenen Fahrdienstes werden um 21 Monate bis 31. Dezember 2020 verlängert.
„Wir sind der festen Überzeugung, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am besten gestaltet werden können, wenn es einen Tarifvertrag und eine geschlossene Belegschaft unter dem Dach der Deutschen Post AG gibt. Wir waren zu moderaten Veränderungen im Tarifvertrag für neue Arbeitsverhältnisse bereit. Die ehemaligen Delivery-Beschäftigten erhalten künftig ein 13. Monatsentgelt, eine betriebliche Altersversorgung, Kündigungsschutz und eine deutlich bessere Entgeltperspektive. Die Rückführung der Delivery-Gesellschaften in die Deutsche Post AG ist ein riesiger gewerkschaftlicher Erfolg“, sagte Kocsis.
Die Tarifvertragsparteien hatten sich im Dezember 2018 verständigt, Tarifverhandlungen zur Überleitung der Beschäftigten der 46 DHL Delivery GmbHs und zur Verlängerung der bestehenden Schutzverträge bei der Deutschen Post AG aufzunehmen. Die nun erzielte Einigung konnte in der 5. Verhandlungsrunde am 21./22. März erzielt werden. Die Tarifkommission hat dem Ergebnis am gestrigen Dienstag (26. März) zugestimmt.

 

Gemeinsamer Betrieb und Tarifverhandlungen

Seit Mai letzten Jahres plant die Deutsche Post AG die Einführung der sogenannten „Gemeinsamen Betriebe“. Der Zweck soll sein die 2015 gegründeten Regionalgesellschaften (Delivery´s) wieder in die Niederlassungen der DP AG zurückzuführen. Dies dient dazu, einen doppelten Kostenfaktur zu minimieren, weil diese sich nicht rechnen. Denn geplant war ja 2015, dass alle Mitarbeiter der Post auch in die Delivery´s eingestellt werden sollten. Nun wird ein neuer Versuch unternommen die Löhne bei der Post AG zu senken. Mit der Gründung der „Gemeinsamen Betriebe“ sollen innerhalb der Niederlassung die Mitarbeiter zwar zurückgeführt werden, aber für den schlechteren Lohn des Speditions- und Logistiktarifvertrag (SpedLogTV). Der Overheadbereich (Leitung) soll aber in Zukunft in die Hände der AG wieder zurückgeholt werden. Kurzgefasst, schlechte Bezahlung unter eigener Kontrolle. Dies ist von den Betriebsräten und auch von ver.di so nicht gewollt. Warum nicht?

Die Deutsche Post führt eine Zweiklassenbezahlung ein, mit zwei Tarifvertragen in der DP AG. Dies hätte neben der Schlechterbezahlung für alle Neueinstellungen, auch zur Folge, dass in Zukunft immer der Betriebsteil der nicht im Arbeitskampf ist, um für Lohn und Schutz für die Beschäftigen zu kämpfen, der andere Teil mit dem anderen Tarifvertrag als Streikbrecher eingesetzt werden kann. Im Klartext: Streiken die Mitarbeiter mit dem Haustarifvertrag der DP AG, können die Mitarbeiter mit dem SpedlogTV nicht streiken und fungieren gezwungener Maßen als Helfer für den Arbeitgeber, streiken die Kolleginnen und Kollegen mit dem SpedlogTV, können die DP AG Mitarbeiter im Haustarifvertrag als Streikbrecher eingesetzt werden. Nun könnte man sagen, dass man dies jetzt schon hat, aber es ist zu berücksichtigen das im „Gemeinsamen Betrieb“ auch die Kolleginnen und Kollegen in der Brief- und Verbundzustellung im SpedlogTV eingestellt werden sollen und es ist keine Fremdvergabe, denn es ist ein Betrieb! Die Folge, unser Haustarifvertrag blutet irgendwann aus, weil wir in diesem immer weniger Kolleginnen und Kollegen haben, da ja alle neueingestellten Beschäftigen, im SpedlogTV eingestellt werden. Folge wäre dann, dass unsere Löhne in den Tarifverhandlungen irgendwann nicht mehr steigen und unser Kündigungsschutz und Änderungskündigungsschutz nicht mehr in einem Tarifvertrag mit dem Arbeitgeber ausgehandelt werden kann, weil wir zu schwach sind. Die Konsequenz kann dann sein, dass die Beschäftigten eine Änderungskündigung bekommen und dann unter dem schlechter bezahlten SpedlogTV eingestellt werden. Auch ein Betriebsübergang droht. Dies bedeutet dann der Wegfall des Besitzstandes. Es ist davon auszugehen, dass eine Tarifkraft der DP AG mit Besitzstand, bis zu 36 % weniger Lohn hätte.

Im Streit um den „Gemeinsamen Betrieb“ wurde im vergangenen Jahr eine Einigungsstelle durch den Konzernbetriebsrat (KBR) angerufen. In dieser Einigungsstelle verhandelten der Arbeitgeber (Deutsche Post AG) und der KBR unter dem Vorsitz des Einigungsstellenvorsitzenden einen Interessensausgleich zur Bildung „Gemeinsamer Betriebe“ zwischen den Regionalgesellschaften (Delivery´s) und den jeweiligen Niederlassungen BRIEF (Berlin auch NL Paket) der Deutschen Post AG. Diese Einigungsstelle ist nun am 11.02.2019 gescheitert, weil der Arbeitgeber kein wahres Interesse an einer Einigung hatte.

Nun könnte der Arbeitgeber den „Gemeinsamen Betrieb“ umsetzen. Der „Gemeinsame Betrieb“ wird derzeit noch nicht in unserer Niederlassung umgesetzt, dies erklärte die Niederlassungsleitung auf Anfrage des Betriebsrates. Angedacht von der DP AG war der 01.04.2019.

Parallel zur Einigungsstelle liefen und laufen derzeit Tarifverhandlungen zwischen der DP AG und ver.di. In diesen geht es unter anderem um den Auslauf des Ausschlusses der Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung (lief am 31.12.18 aus und wurde noch mal um drei Monate wegen der Tarifverhandlungen bis 31.03.19 verlängert), um den Kündigungsschutz/Änderungskündigungsschutz (läuft am 31.12.19 aus) und um die Rückführung der Regionalgesellschaften (Delivery´s) in den DP AG Haustarifvertrag. Über den Stand der Verhandlungen sind derzeit keine Details bekannt, außer dass diese sehr schwierig sind, da die Post kein Geld in die Hand nehmen möchte und die Kosten des „Gemeinsamen Betriebes“ auf die Beschäftigten umlegen will. Wenn es nach den Vorstellungen der Post geht, möchte dieser zudem noch gerne regionale Löhne und Lohnstufen die noch unter der Null liegen, bei den Neueinstellungen.

Derzeit befinden wir uns bis 31.12.19 in der Friedenspflicht. Das heißt wir können nicht per Streik den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Außerdem ist die Einführung des „Gemeinsamen Betriebs“ als solches nicht bestreikbar, denn es ist eine unternehmerische Freiheit.  Ein Druckmittel haben wir! Der Ausschluss der Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung ist gekoppelt seit 11/2011 mit der Lohnstufe 0, Diese wurde für das Ziel, das nichts bei Brief ausgesourct wird, eingeführt. Der Arbeitgeber konnte im Gegenzug für den Schutz der Beschäftigten, die Löhne für Neueinstellung senken. Dies würde aber auslaufen, wenn der Schutz nicht mehr besteht. Somit würden alle Beschäftigten die in den letzten 8 Jahren eingestellt wurden, alle um eine Lohnstufe nach oben springen (0 auf die 1, 1 auf die 2, 2 auf die 3 usw. bis zur 6 auf die 7). Diese Besserbezahlung würde die Post zirka 80 Millionen Euro kosten. Dies möchte der Vorstand nicht ausgeben, so dass sich hier der Arbeitgeber bewegen muss.

 

Das oberste Ziel für uns als Beschäftigte sollte ein gemeinsamer Tarifvertrag für alle sein, damit es kein Ausbluten unseres Haustarifvertrages gibt und damit wir auch noch in Zukunft stark sind für unseren Schutz und unser Entgelt zu kämpfen. Außerdem könnten hier auch die Beschäftigten der Regionalgesellschaften davon profitieren die dann einen ordentlichen Lohn bekommen würden. Deswegen kann man bloß hoffen, dass die Tarifverhandlungen zum Erfolg führen.

 

 

Neustrukturierung der Niederlassungen

Die Deutsche Post AG möchte die Anzahl ihrer Brief Niederlassungen in Deutschland von 50 (mit PZ Obertshausen) auf 40 minimieren. Viele Niederlassungen werden aufgeteilt und anderen Niederlassungen zugeordnet. Im ver.di SAT Bereich (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) wird es die NL BRIEF Halle treffen, sie wird der NL BRIEF Leipzig zugeordnet. Die NL BRIEF Dresden bleibt unverändert bestehen, da wir eine der größten Niederlassungen sind, durch die Zuordnung des PLZ-Bereiches 03 vor 3 Jahren.

Die Neustrukturierung der Niederlassungen wird am 01.07.2019 umgesetzt.

 

Die Montagszustellung und der veränderte Urlaubsanspruch

Seit einiger Zeit findet in der Brief- und Verbundzustellung die Montagszustellung statt. Hierbei verändert ich der Urlaubsanspruch, da sich die Tagewoche ändert. Der Manteltarifvertrag sagt folgendes darüber aus:

Der minimierte Urlaub, wird durch die freien Tage ausgeglichen, die durch die Montagszustellung mehr entstehen. Sollte es dennoch durch gewisse Konstellation zu fehlenden Urlaubstagen kommen, können diese per Freizeitausgleich ausgeglichen werden. Wenn es  Problemen geben sollte, einfach beim Betriebsrat melden (035205 65 3018).

Demografie-Tarifvertrag bei der Deutschen Post AG nochmals deutlich verbessert

Der Generationenvertrag, 2011 zwischen ver.di und der Deutschen Post AG geschlossen, wurde jetzt weiterentwickelt und deutlich verbessert. Es entstand für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein tarifvertraglicher Anspruch auf Reduzierung ihrer Arbeitsbelastung durch eine frühe Altersteilzeit.

Erfolg für die Zukunft: Generationenvertrag

Der Generationenvertrag ist ein wirksames Instrument zur Bewältigung des demografischen Wandels und zur Gestaltung  alternsgerechter Arbeit. Durch die sofortige Halbierung der Arbeitszeit in der Altersteilzeit wird die körperliche Beanspruchung und die Arbeitsbelastung älterer Arbeitnehmer ab dem ersten Tag der Altersteilzeit spürbar reduziert und zum Ende der Altersteilzeit folgt eine Freistellungsphase aus dem Zeitwertkonto. Dieses Modell fördert das Erreichen der jeweiligen gesetzlichen Regelaltersgrenze. Jetzt wurden weitere tarifliche Verbesserungen geregelt. Die Änderungen treten zum 1. März 2019 in Kraft.

Altersteilzeit

Eine Altersteilzeit (ATZ) kann ab 1. März 2019 ab Vollendung des 55. Lebensjahres für maximal 120 Monate in Anspruch genommen werden. Voraussetzung dafür bleibt ein Wertguthaben im Zeitwertkonto von 55 Wertguthabenpunkten.

Während der ATZ wird das monatliche Teilzeitarbeitsentgelt, wie bisher einkommensabhängig, um einen Aufstockungsbetrag auf mindestens 79 bis höchstens 87 von Hundert des monatlichen Bezugs-Nettoentgeltes (Netto vor ATZ) erhöht. Die einkommensabhängigen Aufstockungsbeträge werden für die verlängerte ATZ nach dem 6. Jahr im höheren Umfang aus den Mitteln des Demografiefonds finanziert. Für die Beschäftigten ergibt sich aus dieser Finanzierungsregelung keine Veränderung des Aufstockungsbetrages in der ATZ.

Mit dem neuen Tarifvertrag konnte auch klar und ausdrücklich geregelt werden, dass die Aufstockungsbeträge bei langer Erkrankung auch während des Bezugs von Krankengeld gezahlt werden.

Zeitwertkonto

Ergänzend zu den bisherigen Einbringungsmöglichkeiten von Entgelt in das Zeitwertkonto (ZWK), können nun auch durch Bezahlung abgegoltener Überzeitarbeit (Paragraf 14 Abs. 5 ETV Deutsche Post AG) in wählbarer Höhe sowie frei wählbarer Teile des Steuerbruttos als Sondereinbringung eingebracht werden.

Bei der Berechnung der jährlichen Einbringungsgrenze gemäß TV Nr. 160 Paragraf 4 Absatz 1 (30 Prozent) bleiben diese Einbringungen unberücksichtigt. Die Einbringung muss vor Fälligkeit der Zahlung schriftlich erklärt werden.

Dabei sollten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht in einem Monat 100 Prozent ihres Steuerbruttos einbringen, sondern die Einbringung so verteilen, so dass für jeden Monat Rentenbeiträge geleistet werden, damit alle Kalendermonate als Rentenbeitragsmonate zählen. Mit den neuen flexiblen Einbringungsmöglichkeiten, kann ab dem 1. März 2019 kurzfristig und unkompliziert ein höheres Wertguthaben im Zeitwertkonto aufgebaut werden.

Teilweise Freistellung

Die Deutsche Post AG Post und ver.di haben in den Verhandlungen auch über die Möglichkeit einer teilweisen Freistellung von der Arbeitsleistung aus dem ZWK verhandelt. Hierzu müsste nicht der Arbeitsvertrag verändert werden, sondern die Arbeitsleistung würde auf 50 Prozent reduziert (Teilfreistellung). Die Differenz zum bisherigen durchschnittlichen Entgelt würde aus dem Wertguthaben des ZWK entnommen.

Die teilweise Freistellung wird von den Tarifparteien jedoch erst nach Abschluss weiterer erforderlicher Prüfung der Auswirkung in Kraft treten können. Ein Zeitpunkt konnte daher noch nicht festgelegt werden.

Beamtinnen und Beamte

ver.di hat von der Deutschen Post AG die Übertragung der Verlängerten Altersteilzeit auf die Beamtinnen und Beamten des Unternehmens eingefordert. Hierzu werden weitere erforderliche Gespräche im nächsten Jahr aufgenommen.

Quelle: verdi.de

 

Weihnachtsbrief 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Starkverkehr verlangt derzeit von euch, liebe Kolleginnen und Kollegen alles ab. Das Paket- und auch das Briefzentrum laufen auf Hochtouren, um die großen Mengen zu bewältigen und der Kraftverkehr fährt Sonderfahrten. Dementsprechend hoch ist die Sendungsmenge in der Zustellung und die Kräfte zur Entlastung fehlen mancherorts. Neuerungen, wie die A&B-Zustellung oder verschiedene Modelle der Flexibilisierung verunsichern die Leute, weil der oftmals erwartete positive Effekt nicht so eintritt, wie man es den Beschäftigten versprochen hat. Auch wenn wir es wollten, möchte ich hier nochmals erwähnen, dass im betriebsorganisatorischen Ablauf weder eine Gewerkschaft, noch ein Betriebsrat ein rechtliches Mitsprache-Recht haben.

Deswegen ist es wichtig, dass hier die Mitbestimmung über das Thema Arbeitszeitgestaltung geregelt wird.  Dies wurde mit der „Betriebsvereinbarung (BV) Arbeitszeit in der Zustellung“ getan. Durch die Neuerungen in der BV ab 01.11.2018 gibt es nun auch eine Abbruchspflicht, so dass die Überstunden nicht mehr ins Unermessliche steigen und ihr euer Frei zurückbekommt. Lebt diese BV, es ist vom Betriebsrat für euch verhandeltes Recht. Es schützt euch vor Überlastung. Der Arbeitgeber hat zu handeln, u.a. muss er mehr Kräfte einstellen und die Arbeit anders organisieren, damit eine Entlastung spürbar wird. So schließt sich der Kreis und eure persönliche Sendungsmenge sinkt.

Die Ursachen der Neuerungen in der „BV Arbeitszeit in der Zustellung“ liegen darin, dass wir Anfang diesen Jahres Tarifverhandlungen hatten und ein Punkt in dem Tarifangebot des Arbeitgebers war, dass zukünftig Überstunden freiwillig bezahlt werden können. Diesem Tarifangebot wurde in der Mitgliederbefragung zu 67 Prozent von den ver.di-Mitgliedern zugestimmt. Somit musste die bestehende BV Arbeitszeit in der Zustellung angepasst werden, damit sie weiterhin tarifkonform bleibt. Im Tarifabschluss vom April 2018 war auch eine Einmalzahlung von 250 Euro beinhaltet. Die Löhne stiegen im Oktober um 3 Prozent und werden im Oktober kommenden Jahres nochmal um 2,1 Prozent steigen. Hierbei war es auch das erste Mal möglich, dass der Beschäftigte sich entscheidet, ob er die Lohnerhöhung nimmt oder sich diese in Entlastungszeit umwandeln lässt. Gerade durch unseren hohen Altersdurchschnitt wurde die Entlastungszeit in unserer Niederlassung gut angenommen. Durch Besuche von uns vor Ort in den Dienststellen und durch entsprechendes Informationsmaterial wurdet ihr ja auch gut aufgeklärt.

Dies, liebe Kolleginnen und Kollegen habt ihr erkämpft. Seit 2005 sind die Löhne bei der Deutschen Post AG um 36 Prozent gestiegen, Ausbildungsvergütungen sogar um 40 Prozent. Das sollte Grund genug sein, sich in ver.di zu organisieren und für einen gerechten Lohn für die schwere Arbeit zu kämpfen. Ebenso wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit dem Arbeitgeber ausgehandelt, dass es einen Schutz für betriebsbedingte Kündigungen und Änderungskündigungen gibt, und dass die Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung ausgeschlossen ist. Das ist sehr wichtig, denn es ist ein Trugschluss zu glauben, nur weil genügend Arbeit da ist, dass man gebraucht wird. Mit der Gründung der Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbH) 2015 haben wir gemerkt, wie schnell man Jobs outsourcen kann, um sie für weniger Lohn machen zu lassen. Das wurde für die Stammbelegschaft der Deutschen Post AG in den vergangen Jahren immer wieder verhindert, weil ihr euch bei Wind und Wetter auf die Straße gestellt habt um den nötigen Druck auszuüben, damit der Tarifabschluss für uns zum Positiven gekommen ist.

Das alles ist kein Selbstläufer und muss immer wieder neu verhandelt werden. Im kommenden Jahr ist es wieder so weit. *Am 31.12.2018 endet der Ausschluss der Fremdvergabe in der Brief- und Paketzustellung. Dieser ist aber gekoppelt mit der Einführung der Lohnstufe 0 aus dem Jahr 2013. Da heißt es, wenn die Fremdvergabe nicht mehr ausgeschlossen ist, werden schlagartig alle Beschäftigten, die seit 2013 eingestellt wurden, um eine Gruppenstufe nach oben gesetzt. Das sind Kosten in 3-stelliger Millionengröße. Hierbei ergibt sich ein Druckpotential auf den Arbeitgeber, um die Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung weiterhin auszuschließen.  Das ist wichtig, denn wir sind 2019 noch in der Friedenspflicht mit dem Arbeitgeber und können dieses Ziel nicht erstreiken. (*Diese Passage ist mittlerweile überholt. Update siehe Folgebeitrag)

Am 31.12.2019 endet dann auch der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen und Änderungskündigungen und wir werden dann im Jahr 2020 arbeitskampfbereit sein, um dieses Ziel weiterhin in einem Tarifvertrag fortzusetzen. Hierbei benötigen wir alle ver.di-Mitglieder, um diesem Ziel Nachdruck zu verleihen. Ansonsten steht auch unser Besitzstand auf dem Spiel. Denn wer betriebsbedingt änderungsgekündigt wird und in einer Regionalgesellschaft wieder eine Einstellung findet, verliert seinen Anspruch darauf. Das bedeutet für jeden Einzelnen bis zu 36 Prozent weniger Lohn. Aus diesem Grund sollte es keine Ausreden geben, warum man sich einem Arbeitskampf nicht beteiligt. Alles andere wäre das Sägen am Ast, auf dem man sitzt.

Die Deutsche Post AG plant nun seit Anfang 2018 den >Gemeinsamen Betrieb<. Dies ist kein später gewerkschaftlicher Sieg, weil man denkt, dass alles wieder so wird wie es vor 2015 war. Nein die Gefahr besteht, dass alle Neueinstellungen nur noch über den schlechter bezahlten >Speditions- und Logistik-Tarifvertrag< (SpedlogTV) vorgenommen werden. Derzeit wird in einer Einigungsstelle in Bonn versucht eine Lösung zu finden. Wenn hierzu Neuigkeiten gibt werdet ihr darüber informiert.

Nun ist erst einmal gut mit betrieblichen und gewerkschaftlichen Themen. Ihr alle habt ein paar ruhige und besinnliche Tage in den Kreisen eurer Familie verdient.

Ich wünsche euch, auch im Namen des gesamten ver.di-Betriebsgruppenvorstandes ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019, dass dieses erfolgreich für uns alle wird.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Stefan Dehmel

ver.di-Betriebsgruppenvorsitzender

 

* Schutzverträge bis Ende März verlängert – jetzt wird verhandelt!

12.12.2018 +++  ver.di und die Deutsche Post AG haben den Ausschluss der Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung und die Regelung zum Schutz des Fahrdienstes für drei Monate bis 31. März 2019 verlängert.

In dem Zeitraum bis Ende März wollen ver.di und die Deutsche Post AG Tarifverhandlungen führen zu

  • den ursprünglich bis 31. Dezember 2018 befristeten Schutzregelungen vor Fremdvergabe und für den Fahrdienst,
  • den bis 31. Dezember 2019 geltenden Regelungen zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigung und vor Änderungskündigungen,
  • Überleitungsregelungen für die Beschäftigten der DHL Delivery GmbHs in die Tarifverträge der Deutschen Post AG und zu Änderungen der Entgelttabelle im Entgelttarifvertrag und der betrieblichen Altersversorgung für neue Arbeitsverhältnisse bei der Deutschen Post AG.

Nach Abschluss dieser Tarifverhandlungen wollen ver.di und die Deutsche Post AG ergebnisoffene Verhandlungen zu einem Tarifvertrag zur Arbeitszeit in der Zustellung aufnehmen.

Quelle: verdi.de

Demografie-Tarifvertrag bei der Deutschen Post AG nochmals deutlich verbessert

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Deutsche Post AG haben den bereits im Jahr 2011 geschlossenen Demografie-Tarifvertrag nochmals deutlich verbessert. Der Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Altersteilzeit wird von bisher sechs auf künftig zehn Jahre ausgeweitet. Sie kann daher in Zukunft ab dem vollendeten 55. Lebensjahr genommen werden. „Die Arbeit bei der Post ist sehr anstrengend. Der Demografie-Tarifvertrag findet bei den Beschäftigten großen Anklang, da er die Belastung gegen Ende des Berufslebens für einen langen Zeitraum reduziert und zugleich empfindliche Rentenabschläge ausschließt. Die nun vorgenommene Ausdehnung von sechs auf zehn Jahre ist in der Tariflandschaft bislang einmalig“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

Der Demografie-Tarifvertrag umfasst ein Zeitwertkonto, in das die Beschäftigten Entgeltbestandteile einbringen, und eine Regelung zur Altersteilzeit. Mit Eintritt in die Altersteilzeit wird die Arbeitszeit sofort halbiert. Zum Ende der Altersteilzeit vor dem Renteneintritt erfolgt in der Altersteilzeit eine Freistellungsphase aus dem individuell durch die Beschäftigten in einem Zeitwertkonto angesparten Wertguthaben. Das Teilzeitentgelt wird in der Altersteilzeit einkommensabhängig auf bis zu 87 Prozent des Netto-Entgeltes vor der Altersteilzeit, die Rentenbeiträge werden auf 90 Prozent der Beiträge vor der Altersteilzeit aufgestockt. Die Tarifverträge enthalten keine tarifübliche Höchstzahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die eine Altersteilzeit beanspruchen können.

Die Deutsche Post AG hat derzeit über 160.000 Beschäftigte, rund 130.000 davon sind Tarifbeschäftigte. Etwa 26.000 von ihnen haben inzwischen ein Zeitwertkonto und 4.200 befinden sich bereits in der bisherigen sechsjährigen Altersteilzeit.

Der Demografie-Tarifvertrag von Deutscher Post AG und ver.di war im Jahr 2013 mit dem Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet worden. Die nun vorgenommenen neuerlichen tariflichen Verbesserungen treten zum 1. März 2019 in Kraft.

Quelle: verdi.de

Anpassungen zur “BV Arbeitszeit in der Zustellung”

Die ver.di-Fraktion des Betriebsrates informiert:

Ab 01.11.18 gelten die Neuerungen

Ab 01.11.2018 gilt die angepasste „Betriebsvereinbarung (BV) Arbeitszeit in der Zustellung“. Hierzu wurde ein Nachtrag zur bestehenden BV abgeschlossen der die Anpassung beinhaltet.

Warum musste die bestehende BV geändert werden?

Es gibt seit April diesen Jahres einen neuen Entgelttarifvertrag, der beinhaltet, das Überstunden freiwillig bezahlt werden können. Dies war mit der bestehenden BV nicht möglich. Hierzu musste der Betriebsrat diese BV anpassen, da sonst diese nicht mehr tarifkonform gewesen wäre. Denn in unserer bisherigen BV war die Bezahlung nicht möglich, da Überstunden nur durch Freizeitabwicklung (Durchschreiten der Nulllinie) abgegolten werden konnten. Jetzt wurde eine Möglichkeit geschaffen, die erbrachte Ist-Zeit in das Überzeitkonto (ÜZA) umzuklappen. Hier kann die Überzeit zukünftig bis zu 50 % bezahlt werden. Auch der Verzicht auf Planfrei kann auf Wunsch des Beschäftigten in Zukunft zu 50 % bezahlt werden.

BV bleibt bestehen

Vom Grunde her wurde die bestehende BV so belassen. So gelten weiterhin das Abbruchrecht ab der 46. Minute nach Dienstplanende bzw. nach 9:30 Stunden (inkl. Pause) und die Ist-Zeit für Alle.

Über deine Rechte und Pflichten in Sachen „BV Arbeitszeit in der Zustellung“ informiert dich ab sofort ein Daueraushang an der Betriebsratsinfotafel.

Übergangsregelung

Bei den Mitarbeitern, die bis  November nicht die Nulllinie im Ist-Zeit- Konto erreicht haben, werden ihre Salden in das ÜZA-Konto umgeklappt.  Hierbei gibt es Übergangsregelungen, die  im Dienstunterricht und vom Betriebsrat erklärt werden.

 

Ergebnis zur SBV-Wahl 

Am 13.11.18 fand die Wahl der Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen statt. Aufgerufen zur Wahl waren alle Schwerbehinderten und Gleichgestellte in der NL Brief Dresden.

Die ver.di Kandidaten konnten knapp 70 Prozent der Stimmen bekommen. So ist als Vertreter für die Schwerbehindertenvertretung Ingrid Kiefer mit 164 Stimmen gewählt wurden. Ihr folgen folgende ver.di-Kandidaten Jürgen Simon, Axel Ulbricht, Yvonne Coun, Annegret Kahle, Anja Isert und Andre Vogt.

Regina Kempe ist die Vertrauensperson der Schwerbehinderten Menschen in der Niederlassung Brief Dresden.

Das Ergebnis ist bis 26.11.2018 vorläufig

Ergebnis zur JAV-Wahl steht fest

Die Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung wurde am 26.10.2018 gewählt.

Die Wahl wurde gut angenommen und die Beschäftigten bis 18 Jahre, sowie die Auszubildenden bis 25 Jahre konnte Ihre Vertretung wählen.

Folgendes Ergebnis kam zu Stande und sind nun die Jugend- und Auszubildendenvertretung:

  • Linda Strunz
  • Alexander Seiffert
  • René Mitscherling

Sie sind zukünftig für die Jugend verantwortlich.

Linda Strunz wurde zur Vorsitzenden gewählt.

Die Mitglieder der JAV sind in ver.di organisiert !

 

Betriebsversammlung in Hoyerswerda

Auch in diesem Jahr fand wieder die Betriebsversammlung in Hoyerswerda statt. Das ist der Mittelpunkt unserer Niederlassung.

Das Grußwort unserer ver.di-Betriebsgruppe hielt Stefan Dehmel (BeG-Vorsitzender). Er ging noch mal auf die Parallelen der Gründung der Regionalgesellschaften 2015 und der Gründung des “Gemeinsamen Betriebs” ein. Das der Konzern am Ziel festhält, dass die 5 Milliarden Gewinn kommen müssen bis 2020 und dies auf Kosten der Beschäftigten. Die Gefahren von 2015 sind heute noch genauso existent, denn der “Gemeinsame Betrieb ist nichts anderes als 2015 2.0 . Ende 2019 läuft der Kündigungs- und Änderungskündigungsschutz aus. Der “Gemeinsame Betrieb” bringt die Gefahr mit sich, dass dieser nicht verlängert werden kann, weil unser Tarifvertrag ausblutet, da alle neuen Einstellungen in Zukunft in Brief-, Verbund- und Paketzustellung nur noch in der Delivery, zu dem schlechter bezahlten Speditions- und Logistiktarifvertrag Thüringen, eingestellt werden. Somit ist auch der Besitzstand bei den Kolleginnen und Kollegen in Gefahr, die diesen haben, weil bei einem drohenden Betriebsübergang dieser nur befristet nachwirkt.

Aber um ein was noch mal klarzustellen, die Mitarbeiter der DHL Delivery Dresden GmbH sind unsere Kolleginnen und Kollegen. Das Problem ist die Gründung der Deliverys und der “Gemeinsame Betrieb”, weil es die Beschäftigten tarifpolitisch ausspielt und nicht die Leute die dort arbeiten.

 

Der Gastredner war Rolf Bauermeister. Er sprach den derzeitigen Stand des “Gemeinsamen Betrieb” an. Auch die Tarifverhandlungen im kommenden Jahr war ein Thema, sowie der die Gewinnziele des Konzerns.

Der Betriebsratsvorsitzende stellte den neuen Betriebsrat vor und präsentierte den Geschäftsbericht. Die neue Niederlassungsleiterin erklärte den Standpunkt als Arbeitgebersicht und präsentierte die Zahlen der Niederlassung.

Unterhaltungstechnisch wurde die Veranstaltung wieder umrahmt durch die Filme unserer ver.di-Betriebsgruppe, die zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der ver.di-Betriebsgruppe DHL Delivery Dresden GmbH, produziert wurden. Auch die ver.di Jugend in der Betriebsgruppe war wieder mit einem Film dabei.

 

Am ver.di-Informationsstand fand eine Tombola statt. Die Preise waren ein Picknickrucksack, zwei Powerbanks und drei Gürteltaschen. Diese Tombola wurde gut angenommen und die Preise am Ende der Veranstaltung überreicht.

Außerdem fand eine DGB-Kampagne zum Thema “5-Tage Bildung / Zeit für Sachsen” statt. Dies ist wichtig, da außer in Sachsen und Bayern, in allen anderen Bundesländer die Möglichkeit besteht, Bildungsurlaub war zunehmen, um zu Seminaren zu gehen.

Die Filme der ver.di-Betriebsgruppe

Viele Kolleginnen und Kollegen schätzen die Filme der ver.di-Betriebsgruppe, die wir mit viel Leidenschaft jedes Jahr neu für die Betriebsversammlung drehen. Fest zum Team gehören Ulf Süßmann, Jens Grülling, Linda Strunz und Stefan Dehmel. In diesem Jahr verstärkte uns das erste Mal Andreas Tumma (BeG-Vorsitzender DHL Delivery Dresden GmbH). Aber wichtig sind auch die Nebenrollen. Hier wurden wir dieses Jahr von Janine Reichelt, Franz Unglaub und Paul Kattner verstärkt. Spaß in den Filmen ist schön, aber es ist uns wichtig, dass in jedem Film eine Botschaft rüberkommt.

Hier die Filme von diesem Jahr:

 

Unsere Betriebsgruppe im Interview in der ver.di- Zeitschrift “bewegen”

In der neusten Ausgabe der “bewegen” ist ein Interview mit unsere Betriebsgruppe.

Schau doch mal rein:

>> bewegen

Entlastungszeit

Es wird immer wieder nachgefragt, ob es den Tatsachen entspricht, dass eine Freistellung aus Entlastungszeit erst nach komplett verplanten oder sogar erst nach abgewickeltem Erholungsurlaub erfolgen könne.
Eine Auslegung, dass eine Freistellung aus Entlastungszeit erst nach komplett verplanten oder nach abgewickeltem Erholungsurlaub erfolgen könne, ist unzutreffend.
In § 24a Absatz 4 MTV-DP AG wird darauf hingewiesen, dass bei der Abwicklung von Entlastungszeit „ist zu berücksichtigen, dass die Abwicklung von Erholungsurlaub nicht durch die Abwicklung von Entlastungszeiten beeinträchtigt wird“.
Mit Erklärung zur Ergebnisniederschrift vom 10.04.18, haben die Tarifvertragsparteien klargestellt, was eine „Beeinträchtigung“ darstellt:

„Erklärung zur Ergebnisniederschrift:

Zu Ziffer 4 Ergänzung MTV-DP AG zum Thema Entlastungszeit § 24 a Absatz 4
Die Inanspruchnahme zusätzlicher Entlastungszeit kann nicht dazu führen, dass Erholungsurlaub gegen Entlastungszeit getauscht wird.“

Eine Auslegung der Bestimmungen zur Entlastungszeit, dass Urlaubsansprüche verplant oder abgewickelt sein müssen, bevor eine Freistellung durch Entlastungszeit erfolgen kann, widerspricht ferner dem Zweck der Entlastungszeit und den tarifvertraglichen Bestimmungen zur Freistellung aus Entlas-tungszeit aus § 24a Absatz 5.
Zweck der Entlastungszeit ist es, eine individuelle Möglichkeit der „Entlastung“ zu schaffen. Dabei gingen die Tarifvertragsparteien unter anderem davon aus, dass viele ältere Arbeitnehmer*innen Entlastungszeit beanspruchen, um neben dem Erholungsurlaub eine Entlastung durch zusätzliche freie Schichten zu nutzen. In den Verhandlungen wurde davon ausgegangen, dass aus der Entlastungszeit auch Personalkostenentlastungen entstehen können, sowie Entlastungszeit auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit einzelner Arbeitnehmer*innen haben kann.
Diese Effekte treten natürlich nur ein, wenn Entlastungszeit auch tatsächlich gewährt werden kann und zusätzliche Abwicklungsmöglichkeiten über den Erholungsurlaub hinaus geschaffen werden.
Würde Entlastungszeit im großen Umfang ausgezahlt werden müssen (da nicht bis zum 31.12. ab-gewickelt), dann würde dies die Personalkosten deutlich erhöhen und die möglichen positiven Auswirkungen aus dem Instrument der Entlastungszeit wären verpasst. Es ist auch davon auszugehen, dass viele Tarifbeschäftigte die mögliche Nutzung von Entlastungszeit davon abhängig machen, wie die Erfahrungen mit der Freistellung aus Entlastungszeit im Jahr 2019 ist. Daher kommt den Regelungen zur Freistellung aus Entlastungszeit eine hohe Bedeutung zu.

§ 24a Absatz 5 MTV-DP AG regelt das Verfahren zur Freistellung aus Entlastungszeit:
„(5) Beantragt der Arbeitnehmer eine Freistellung aus Entlastungszeit, ist dieser Antrag zu genehmigen, wenn keine betrieblichen Interessen entgegenstehen. Ein Antrag des Arbeitnehmers auf Freistellung ist unverzüglich zu beantworten und bei Ablehnung zu begründen. Durch den Arbeitgeber ist auch zu prüfen, ob eine Möglichkeit der Freistellung durch die Erbringung von freiwilliger Überzeitarbeit gemäß § 14 ETV-DP AG durch andere Beschäftigte besteht.
Bei Ablehnung sind durch den Arbeitgeber mindestens zwei zeitnah am Freistellungswunsch liegende Ersatztermine vorzuschlagen. Ein Widerruf bereits genehmigter Entlastungszeiten ist nur mit Einverständnis des Arbeitnehmers möglich.“

Das bedeutet, dass eine beantragte Freistellung immer zu genehmigen ist, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen, oder keine betrieblichen Gründe bekannt sind, die dem Freistellungswunsch entgegenstehen.
Hätten die TV-Parteien eine Genehmigung der beantragten Freistellung aus Entlastungszeit davon abhängig machen wollen, ob noch ein Erholungsurlaubsanspruch oder ein nicht verplanter Erholungsurlaubsanspruch besteht, dann wäre der erste Satz des Absatzes 5 entsprechen eingeschränkt worden.
Eine Einschränkung, dass Freistellung aus Entlastungszeit erst nach verplantem oder abgewickelten Urlaubsansprüchen möglich ist, würde in der Regel dazu führen, dass Entlastungszeit erst Ende des Jahres – in der Zeit mit dem höchsten Personalbedarf – abgewickelt werden könnte, das war zweifelsfrei nicht das gemeinsame Ziel der TV-Parteien!
Ferner ist ein Antrag auf Freistellung aus Entlastungszeit unverzüglich zu beantworten. Unverzüglich meint „ohne schuldhaftes Zögern“. Dabei ist eine Prüfungszeit einzuräumen, diese darf aber nicht unangemessen lang sein. Eine Prüfung ob betriebliche Gründe gegen eine Freistellung sprechen ist auf wenige Arbeitstage begrenzt.

Anträge zur Freistellung aus Entlastungszeit sind bei Personaleinsatz abzufordern. Sollte es hierbei Probleme geben, stehen wir Euch natürlich zur Seite.

DGB-Mitbestimmungspreis 2018

Die ver.di-Betriebsgruppe hat eine Ehrenurkunde für ihre Leistung in der gewerkschaftlichen Arbeit bekommen. Die Ehrung war insbesondere darauf bezogen, das wir die Medien (Internet und Zeitung) ausgebaut haben. Dadurch war es uns in der Vergangenheit möglich, die Leute besser zu erreichen, unseren Organisationsgrad auszubauen und die BR-Wahl für uns zu entscheiden.

Bild 1: Eingangsbild / Bild 2: Markus Schlimbach (DGB-Vorsitzender Sachsen) bei der Eröffnungsrede / Bild 3: Michael Kretschmer (Ministerpräsident Sachsen) bei einer Rede über die Mitbestimmung / Bild 4: Urkundenübergabe von Markus Schlimbach (DGB Vors. Sn) an Stefan Dehmel (ver.di BeG Vors./BR) und Janine Reichelt (BR) / Bild 5: Gruppenfoto mit allen Preisträgern

Neuigkeiten per Mail

Erfahre Neuigkeiten von der ver.di-Betriebsgruppe. Einfach eine Mail an:

begdd@gmx.de

senden und Neuigkeiten per Mail zugesendet bekommen. Somit bist Du immer auf dem Laufenden.

*

* Es erfolgt eine Sicherheitsabfrage, ob du auch ver.di-Mitglied bist.

 

Film Gefährdungsbeurteilung (Gebu)

Die Beschäftigten der Deutschen Post AG werden auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen immer öfter krank. Aus dem Grund wurde lange über eine Betriebsvereinbarung zur “Gefährdungsbeurteilung” verhandelt. Diese Verhandlungen wurden nun erfolgreich abgeschlossen. Jetzt müssen die nächsten Schritte folgen.

>>> ver.di TV